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Fehmarn kritisch

Die SPD-Ortsvereine Burg, Bannesdorf, Landkirchen und Westfehmarn hatten in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren in unregelmäßigen Zeitabständen eine meist 16-seitige, zu besonderen Anlässen auch bis zu 32-seitige Broschüre im DIN-A 5-Format herausgegeben und an sämtliche Haushalte der Insel verteilt. Der Name lautete: “Fehmarn kritisch”. Die Kosten wurden über Sponsoren und Anzeigenkunden sowie durch eigene Spenden erwirtschaftet.

Beiträge für “Fehmarn kritisch” wurden von StadtvertreterInnen und SPD-Mitgliedern verfasst, die Informationen zu politischen Themen zu geben bereit waren oder auf Missstände hinweisen wollten. Viele Aspekte aus Kommunal-, Landes- oder Bundespolitik wurden im Laufe der Jahre beleuchtet und oft gab es auch aktuellen Bezug zu Knackpunkten, die die Menschen besonders interessierten und mit deren Publizierung in den Tagesmedien wie “Lübecker Nachrichten” und “Fehmarnsches Tageblatt” Sozialdemokraten nicht immer glücklich waren.
Der damalige Bannesdorfer Gemeindevertreter Hans-Christian Schramm aus Puttgarden war in den 90er Jahren der Motor und Chefredakteur von “Fehmarn kritisch”. Unter seiner Leitung erarbeiteten die Sozis von der ganzen Insel die Beiträge, die dann veröffentlicht wurden.

Die SPD-Fehmarn will nach Jahren der Abstinenz einen Neuanfang wagen. Einige engagierte SozialdemokratInnen wollen “Fehmarn kritisch” aus dem Dornröschenschlaf erlösen und für die Fehmaranerinnen und Fehmaraner wieder ungefilterte Infrmationen aus sozialdemokratischer Sicht erarbeiten und veröffentlichen.
 

Burg Extra

Die damalige Burger SPD startete immer wieder eine eigene Broschüre mit Burger Themenbereichen, deren kritische Würdigung aus Sozi-Brille betrachtet wurde. Der optische Aufmacher dieses Info-Blattes orientierte sich an dem von “Fehmarn kritisch”, doch war der Herausgeber gleichermaßen der Ortsverein Burg und die SPD-Fraktion in der Burger Stadtvertretung. Treibende Kraft von “Burg Extra” war der damalige Fraktionssprecher Manfred Schramm, dem neben der Redaktionsleitung auch die technische Umsetzung dieser Broschüre oblag. Mit der Auflage von 2500 Stück konnten alle Burger Haushalte erreicht werden.

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Die SPD-Fehmarn möchte Ihnen “Fehmarn kritsch” wie auch “Burg Extra” aus der damaligen Zeit der 1980er und 1990er Jahre nicht vorenthalten. Wir veröffentlichen nachstehend in unregelmäßigen Abständen jeweils eine Ausgabe dieser sozialdemokratischen Informationsblätter.
 

Frühling 1987. Auf Fehmarn gibt es noch die Stadt Burg sowie die drei selbständigen Gemeinden Bannesdorf, Westfehmarn und Landkirchen. Jede Kommune hat natürlich ihren eigenen SPD-Ortsverein Die Genossinnen und Genossen begegnen sich allerdings in regelmäßigen Abständen auf den sogenannten (Arbeitsgebietstagungen”, auf denen inselübergreifende Themen angesprochen und beraten werden. Die Mitarbeiter der folgenden Ausgabe von Fehmarn kritisch sind auch die Protagonisten der jeweiligen SPD und in den Gemeinderäten: Manfred Schramm, Bruno Andresen, Ellen Wolf, Alfred Klindt, Ilse Evers und natürlich Günter Ramp für Burg; Martin Stein, Jonny Landt sowie Hans-Christian Schramm für den Ortsverein Bannesdorf; Landkirchen ist vertreten mit Heinz Wetendorf und Karl-Heinz Rathmann und Willy Krebs vertritt Westfehmarn.

Die Herausforderungen jener Zeit unterscheiden sich kaum von denen des Jahres 2010. Finanzlöcher im Burger Haushalt, Kameraobservation im Einzelhandel, Schadstoffbelastung und Kernenergie sind Themen auf der Insel, über die in dieser Ausgabe berichtet wird. Andere damals für hitzige Diskussionen sorgende Themen sind inselgemacht und können heute durchaus ein Erinnerungslächeln bei älteren Fehmaranern hervorrufen: Autofreier Marktplatz in Burg, Kundenservice der Deutschen Bundesbahn oder Busverbindung nach Burgstaaken. Auf jeden Fall interssant ist die geplante Erhöhung der Strandkorbvermietungssätze. So mancher Einheimischer oder Gast denkt wehmütig an Vermietungspreise von 8,- DM für den Tageskorb und die Wochenmiete von 40,- DM zurück.

Viel Vergnügen und (angenehme) Erinnerungen an 1987 wünschen Ihnen Ihre SPD-Internet-Redaktion.

 

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