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100 Jahre wurde die SPD auf der Insel Fehmarn im März 2006. Der Ortsverein Fehmarn ist dagegen blutjung: Er ist der Zusammenschluss der ehemaligen Ortsvereine Bannesdorf, Burg und Westfehmarn. Erst am 15. September 2004 wurde er gegründet.

Der damalige Schleswig-Holsteinische Innenminister Klaus Buß sowie der langjährige Landtagsabgeordnete Gerhard Poppendiecker standen Pate, als im Gasthof Bannesdorf die Gründungsversammlung erfolgte. Zum ersten Vorsitzenden wurde Uwe Hardt aus Burg gewählt. Seine Stellvertreter waren Waltraut Nieling vom Orstverein Bannesdorf und Klaus Osterkamp aus Westfehmarn. Mit einem Schlag wurde der neue Ortsverein auch der mitgliederstärkste Ortsverein im Kreis. 171 Mitglieder zählte er bei der Gründung.

Die Jahreshauptversammlung am 15. März 2010 ist für den Ortsverein ein junges, aber historisches Datum. Die Mitglieder des bis zum 31.12.2009 exixtierenden Ortsvereins Landkirchen traten offiziell dem OV Fehmarn bei. Somit gibt es nur noch einen SPD-Ortsverein auf der Insel. Auf dieser Jahreshauptversammlung wurde auch der bis zu diesem Tage amtierende OV-Vorsitzende, der nicht mehr kandidierte, Uwe Hardt zum Ehrenvorsitzenden des Ortsvereins ernannt. Zu dieser besonderen Ehrung kam eigens der Landesvorsitzende der SPD, Dr. Ralf Stegner, angereist, um dem verdienstvollen Genossen die Willy-Brandt-Medaille zu überreichen. Gerne “übernommen” hat der Ortsverein auch das Ehrenmitglied des vormaligen Landkirchener Ortsvereins, Gerhard Poppendiecker.

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Die Homepage des zuständigen Kreisverbands Ostholstein finden Sie unter: www.spd-oh.de

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Die “Lübecker Nachrichten” schreiben anlässlich der Gründungsversammlung:

Uwe Hardt an der Spitze

Bannesdorf a. F.   "Links, dickschädlig und frei" - so klassifiziert die SPD-Kreisvorsitzende Regina Poersch speziell ihre Fehmarn-Genossen. Denn schließlich ließen sie sich nicht so leicht von ihrer Haltung abbringen, wenn sie ihren eigenen Weg für richtig erachten.

Eindeutig zeigt das auch die Entwicklung der vier Insel-Ortsvereine, die sich nach der Gründung 1906 langsam herausschälten. Aus drei mach eins - das ist der vorläufige Schlusspunkt.

Ab sofort existieren zwei SPD-Ortsvereine auf der Insel: der Ortsverein Fehmarn und der Ortsverein Landkirchen. Rudolf Dübe, Vorsitzender des weiterhin eigenständigen Ortsvereines aus Fehmarn-Mitte, versprach seinen Genossen eine faire Zusammenarbeit. Aber mit ins Boot einsteigen wollte er nicht.

Unter sich bleiben fortan die ehemaligen Mitglieder aus Burg, Bannesdorf und Westfehmarn - und bilden mit 171 Mitgliedern den größten Ortsverein im Kreis.

42 von ihnen waren zur Gründungsversammlung erschienen und wählten einstimmig den schon vorab von den LN vermeldeten Favoriten Uwe Hardt zum ersten Vorsitzenden. Die einzige Enthaltung vergab Hardt an sich selber.

Nach einer politischen Pause seit den Kommunalwahlen ließ sich Burgs Ex-Bürgervorsteher wieder vor den Politkarren spannen. Nicht weil er ohne Ehrenamt nicht leben könnte, wie er in seiner ersten Rede betonte. Doch die lange Tradition seiner Partei, ihr Demokratieverständnis sowie ihr Einsatz für soziale Gerechtigkeit hätten ihn veranlasst, anzutreten. Auch wenn er einschränkte, dass derzeit die Stimmungslage gegen seine Partei spräche. Dass die Fraktion der Nichtwähler überhand nähme, dürfe kein Gewohnheitszustand werden, erklärte er.

Auch für Landes-Innenminister Klaus Buß war es das Gebot der Stunde, die sozialdemokratischen Ärmel hochzukrempeln. Ein absolutes Novum sei es, einen Zusammenschluss mehrerer Ortsvereine aus der Taufe zu heben.

Allein die Größe mache es nicht, schlug er einen Bogen zur allgemeinen Kommunalverwaltung im Land. Zwar existierten Vorgaben, dass größere Einheiten effektiver sein könnten, aber es bedeute keinen Automatismus. Langsam und freiwillig, so seine Überzeugung, würden sich diese Modelle durchsetzen - nicht mit Zwang, wie er ausdrücklich untermauerte.

Unproblematisch und schneller als gedacht, wie Poersch bemerkte, gab sich der neue Ortsverein seine Strukturen. Als Wahlleiter stellte Gerhard Poppendiecker bei allen vorgeschlagenen Kandidaten überwältigende Mehrheiten fest. Das glatte Prozedere sei wohl auch ein Verdienst der scheidenden Geschäftsführerin Antje Kock. Bis ins letzte Detail hatte sie den Abend vorbereitet, so dass die Mitglieder nur noch wählen und zählen brauchten.

Von Ingrid Lutz, LN

 

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